Podologie und Fußpflege Behandlung beim Nagelpilz  in der Podologiepraxis für die Metropolregion Nürnberg, Fürth und Erlangen.


Was ist ein Nagelpilz?

Definition und Beschreibung des Nagelpilzes

Die wissenschaftliche Bezeichnung für Nagelpilz ist Onychomykose. Sie setzt sich aus den lateinischen Worten Onycho (Nagel) und Mykose (durch Pilze hervorgerufene Krankheit) zusammen.
Nagelpilz (auch Onychomykose oder Tinea unguium) ist eine Pilzerkrankung der Fußnägel.
In selteneren Fällen auch eine Pilzerkrankung der Fingernägel.
Der Nagelpilz macht sich durch Verfärbungen und Verformungen der Zehennägel oder der Fingernägel bemerkbar.


Ursachen des Nagelpilzes

Verursacht wird Nagelpilz durch verschiedene Pilzarten.
Nach Häufigkeit aufgelistete Nagelpilze sind:
  1. Der Fadenpilz auch Dermatophyten genannt, ist für fast 90 % aller Nagelpilzerkrankungen verantwortlich.
    Vor allem die Gattung Trichophyton rubrum ist für die meisten Nagelpilzerkrankungen verantwortlich. Trichophytone können alle verhornten Körperstellen (Haut, Nägel und Haare) befallen. Die Pilze ernähren sich dort vom Hautbestandteil Keratin.
  2. Hefepilze,
  3. Schimmelpilze.

Je feuchter die Umgebung, desto stärker und schneller wächst der Nagelpilz. Nagelpilze entstehen und wachsen bevorzugt an warmen und feuchten Orten, wie verschwitzen Fußzehenzwischenräumen. Zu enges Schuhwerk kann zusätzlich zu kleinen Verletzungen an den Füßen führen, die dem Nagelpilz das Eindringen erleichtern.

In vielen Fällen entwickelt sich der Nagelpilz bzw. Onychomykose aus einem unbehandelten Fußpilz. Umgekehrt kann sich auch aus Nagelpilz ein Fußpilz entwickeln, da beide Pilzerkrankungen von den gleichen Krankheitserregern verursacht werden.

Ist Nagelpilz ansteckend?

Der Nagelpilz kommt durch diese Pilzsporen auf die Haut. Sporen sind mikroskopisch kleine Partikel, die sehr lange überdauern können und zur Verbreitung der Pilze dienen. Der häufigste Übertragungsweg ist von Mensch zu Mensch. Zusätzlich können Pilzsporen auch von verunreinigten Gegenständen zum Beispiel Handtücher, Badematten, Hygieneutensilien, Bodenbeläge und Betten, oder Flächen (feuchter Boden) auf den Menschen übertragen werden.

An einigen Orten ist die Wahrscheinlichkeit, sich mit Nagelpilz anzustecken höher. Zum Beispiel verbreiten sich Nagelpilz Sporen in öffentlichen Umkleidekabinen, gemeinschaftlich genutzten Duschen, öffentlichen Bädern, Saunen oder Fitnessstudios sehr häufig. Ein Nagelpilz kann auch innerhalb einer Familie kursieren, da zu Hause häufig barfuß gelaufen und die gleichen Hygieneartikel genutzt werden.

Anfälligkeit für Nagelpilz

Es gibt verschiedene Faktoren, die eine Infektion mit Nagelpilz begünstigen, daher ist nicht jeder Mensch gleichermaßen anfällig für Nageilpilz.

  • Einige chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder eine arterielle Verschlusskrankheit setzen die Widerstandsfähigkeit der Haut gegen Nagelpilz herab und macht sie so anfälliger für den Nagelpilz.
  • Eine ebensolche Wirkung hat eine Schwächung des Immunsystems. Das kann beispielsweise durch Erkrankungen wie HIV oder eine medizinische Therapie zur Unterdrückung des Immunsystems (etwa durch Antibiotika oder Cortisol) verursacht werden.
  • Bei Vitamin-, Zink- oder Folsäuremangel werden die Zehennägel und Fingernägel weich und brüchig. Das begünstigt ebenfalls die Entstehung von Nagelpilz.


Symptome und Diagnosen beim Nagelpilz

Der Nagelpilz ist in der Regel nicht mit bloßem Auge erkennbar. Bei einem Verdacht auf Nagelpilz können Sie selbst einen ersten Nagelpilz-Test bei sich durchführen. Prüfen Sie dafür, ob Ihre Fingernägel oder Zehennägel bräunlich oder milchig verfärbt sind. Kontrollieren Sie zusätzlich die Nagelform. Ist der Zehennagel im Vergleich zu anderen Nägeln verdickt oder verformt?

Bleiben diese Nagelveränderungen über einen längeren Zeitraum bestehen, sollten Sie Ihren Hausarzt oder unsere Podologiepraxis aufsuchen. In einem ersten Gespräch erfasst der Mediziner und die Podologin bzw. der Podologe Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Dabei haben Sie die Möglichkeit, Ihre Nagelpilz-Symptome genau zu beschreiben. In unserer Podologie Praxis werden wir durch gezielte fragen versuchen auch gleich der Ursache des Nagelpilzes auf den Grund zu gehen.


Podologische Fußbehandlung bei Nagelpilz

Fingernagelpilz heilt meist schneller aus, als Nagelpilz am Fuß. Wie erfolgreich der Nagelpilz abheilt, richtet sich danach ob und wie schnell der Nagelpilz behandelt wird.

Generell gilt:

Je früher die Behandlung begonnen wird, desto besser ist eine schnelle Heilungsaussicht.
Meist beginnt die Pilzerkrankung an der Großzehe. Ohne eine Fußbehandlung bildet sich Nagelpilz nicht wieder zurück. Er breitet sich sogar langsam aus und wird im schlimmsten Fall chronisch. Außerdem dauert die Fußtherapie bei verspätetem Behandlungsbeginn länger und es kann zu Komplikationen kommen. Wird der Zehennagel z. B. durch den Fußpilz stark verformt, kann es passieren, dass der Zehennagel einwächst. Auch kann sich die Haut um den Zehennagel oder Fingernagel herum oder das Nagelbett entzünden. Zu weiteren Komplikationen kann es kommen, wenn sich aus dem Nagelpilz Fußpilz oder Hautpilz entwickelt, die noch weiter um sich greifen.
Kommt es bei der Nagelpilz-Behandlung zu Komplikationen dauert die Nagelpilzbehandlung  mindestens 6 bis 12 Monate.

Wird ein Nagelpilz frühzeitig und vor allem konsequent behandelt, heilt er in der Regel ohne bleibende Schäden innerhalb weniger Monate wieder aus.
Wichtig ist dabei, dass die Fußbehandlung konsequent durchgeführt wird. Auch wenn keine deutlichen Symptome mehr vorhanden sind, darf die Therapie nicht abgebrochen werden. Es können sich immer noch Sporen auf der Haut befinden und so zu einem erneuten Ausbruch von Nagelpilz führen.

Wird der Nagelpilz schnell behandelt,  Unbehandelt breitet er sich allmählich über alle Nägel aus. Wird der Nagelpilz konsequent podologisch behandelt, bleibt der Nagelpilz auch auf diese beschränkt. und heilt, auch wenn es lange dauern kann, vollständig wieder aus.
Unbehandelt schreitet der Nagelpilz immer weiter fort und wird im schlimmsten Fall chronisch.

Organisatorisches beim Arzt- oder Podologiebesuch

Um die Nagelpilz Diagnose zu erleichtern, sollten Sie beim Arztbesuch oder beim Podologie Besuch auf Nagellack verzichten. Außerdem ist es besser, mit der Selbstbehandlung mit medizinischen Nagellacken spätestens zwei Wochen vor dem Besuch des Arztes aufzuhören.

Vermutet der Arzt einen Nagelpilz, desinfiziert er den betroffenen Nagel und schneidet ihn kurz. Das Nagelmaterial wird ins Labor geschickt und dort mit einem speziellen Farbstoff gefärbt. Pilze sind danach im Mikroskop deutlich sichtbar.

Verschiedene Pilzerreger werden beim Nagelpilz durch unterschiedliche Wirkstoffe am besten bekämpft. Um die Nagelpilz-Therapie speziell auf den Pilzerreger abzustimmen, wird daher im Labor eine Pilzkultur angelegt und die Art des Pilzes bestimmt. Die Auswertung dieser Tests dauert etwa drei Wochen. Bei einem stark ausgeprägten Nagelpilz kann aber schon vor der endgültigen Auswertung dieser Tests eine Nagelpilz-Therapie begonnen werden.

Behandlungsablauf bei Nagelpilz

  1. Nach der Anamnese findet die körperliche Untersuchung statt, bei der der Arzt die Füße und die Fingernägel sowie Fußnägel begutachtet.
    1. Dabei hält der Hautarzt Ausschau nach Verfärbungen der Zehennägel oder Fingernägel, Veränderungen der Nagelform oder Verdickungen der Zehennägel oder Fingernägel.
    2. Außerdem untersucht der Hautarzt, ob andere Erkrankungen, die mit ähnlichen Symptomen wie Nagelpilz einhergehen, zum Beispiel Nagelpsoriasis, Ekzemnägel, die Knötchenflechte des Nagels (Lichen ruber) sowie angeborene oder erworbene chronische Nageldystrophien) auftreten. Diese Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden (Differentialdiagnose).
  2. Der Hautarzt nimmt eine Probe der Pilzproben, um festzustellen um welchen Pilzerreger es sich handelt.    Nach der Feststellung durch das Labor, kann der Hautarzt eine spezielle Gegenbehandlung starten.    Bei starken Fußbeschwerden durch den Nagelpilz, kann der Hautarzt bis zur Feststellung des Pilzerregers eine Vorbehandlung einleiten, um die Fußbeschwerden zu lindern, denn die Auswertung der Piltsporen durch das Labor kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
  3. Start der Fußbehanldung mit regelmäßigen Verlaufsuntersuchungen. In der Regel bekommen Sie für die Nagelpilz-Behandlung ein Rezept fü die Podologie.


Nagelpilz vorbeugen

Einem Nagelpilz lässt sich durchaus vorbeugen. Zwar kommen die Pilzsporen überall in unserer Umwelt vor, aber die richtigen Gegenmaßnahmen verhindern ein ausbreiten. Die wichtigste Gegenmaßnahme ist dem Nagelpilz den warmen und feuchten
Nährboden zu entziehen.

Menschen, die besonders anfällig sind, einen Nagelpilz zu entwickeln (etwa bei Diabetes mellitus) sollten unbedingt nach jedem Besuch öffentlicher Sport- und Badeanstalten ein antibakterielles Fußspray verwenden, welches Nagelpilze und Fußpilze gezielt abtötet. Diese Maßnahme sowie jede Anwendung anderer Fußmittel zur Bekämpfung von Nagelpilz oder Fußpilz sollten von Diabetikern unbedingt vorher mit dem Arzt abgesprochen werden.

Richtige Fußreinigung

Nach dem Waschen, Duschen oder Baden sollten Sie Ihre Füße komplett trocknen, bevor Sie Socken und Schuhe anziehen. Achten Sie dabei besonders auf die Zehenzwischenräume. In öffentlichen Baderäumen sollten Sie zur Prävention von Nagelpilz immer eigene Badeschuhe tragen.

Stark frequentierte Duschen, wie z. B. im Fußballverein, Fitnessstudio oder SChwimmbad sind eine häufige Ansteckungs- und Verbreitungsquelle. Reiben Sie daher Ihre Füße und besonders die Zehenzwichenräume gründlich trocken.
Benutzen Sie außerdem Badeschuhe, dass reduziert die Infektionsgefahr für Nagelpilz. Schließt eine Nagelpilzinfektion aber nicht aus.

Desinfektionsduschen für die Füße sind mit Vorsicht zu benutzen, da das Desinfektionsmittel aggressive Substanzen enthält, die die Haut schädigen können. Die Füße werden dadurch nur noch anfälliger gegen den Nagelpilz.

In unserer Podologie Praxis versorgen wir Sie gerne mit Fußspray oder Fußsalben zur prophilaktischen Anwendung. Aber auch Fußspray und Fußsalben, um bereits vorhanden Fußpilz zu behandeln bekommen Sie in unserer Podologie Praxis.

Socken

Verzichten Sie auf synthetische Materialien, da diese die Feuchtigkeit nicht gut absorbieren. Bei der Auswahl der Socken sollten Sie daher Materialen wie Wolle, Baumwolle oder Baumwollmischungen vorziehen.

Wenn Sie viel schwitzen, sollten Sie Ihre Socken täglich wechseln. Bei besonders starkem Schweißfuß ruhig mehrmals am Tag die Socken wechseln.

Außerdem sollten Sie Socken, aber auch Schuhe nie mit anderen Menschen teilen, um die Übertragung von Nagelpilz auf diesem Weg zu vermeiden.

Richtiges Schuhwerk

Sie sollten möglichst wenig geschlossene Schuhe tragen, in denen die Füße stark schwitzen oder die Feuchtigkeit sich staut und nicht entweichen kann. Tragen Sie deshalb zumindest zu Hause luftdurchlässige Schuhe z. B. Sandalen oder leichte Hausschuhe.

Achten Sie nach dem Tragen darauf, Ihr Schuhwerk gut auszulüften. Ziehen Sie keine nassen Schuhe oder feuchten Schuhe an. Haben Sie stark geschwitzt, stopfen Sie die Schuhe nach dem Tragen mit Papier aus und lassen Sie sie komplett austrocknen. Zusätzlich können Sie die Schuhe auch regemäßig desinfizieren.

Hygienetextilien waschen

Handtücher und Badetücher, sowie Bettwäsche sollten wöchentlich gewechselt werden. Wer bereits mit einem Nagelpilz infiziert ist, sollte bis zur vollständigen Genesung alle Hygienetextilien täglich wechseln oder waschen. Alternativ können Sie Schlafsocken verwenden, um diese an Stelle der Bettwäsche täglich zu wechseln.

Um alle Pilzerreger abzutöten, sollten Hygienetextilien bei mindestens 60 Grad, besser bei 90 Grad Kochwäsche gewaschen werden. Zusätzlich können Sie Hygienemittel verwenden, die Pilzsporen abtöten.


Korrektes Verhalten bei Nagelpilzerkrankung

Personen mit Nagelpilz sollten generell nicht barfuß laufen, um die Ansteckung weiterer Personen durch wahrloses Verbreiten der Pilzerreger zu vermeiden.
Schlafsocken verhindern, dass sich die Piltsporen im Bett verbreiten und so eventuell auch an andere Körperstellen infizieren können.


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